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Sonderforschungsbereich 626 |
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Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste
Teilprojekt B7 - Die Politik des Ästhetischen im westeuropäischen Kino
Phase 2 (2011-2014)
Die Genresysteme des westeuropäischen Nachkriegskinos als ästhetische Erfahrungsmodalitäten
Das Teilprojekt fragt danach, wie das Verhältnis von Politik und Modalitäten ästhetischer Erfahrung im westeuropäischen Nachkriegskino konzeptualisiert wurde. In seiner zweiten Förderperiode wendet sich das Teilprojekt den wirkungsästhetisch orientierten Affektpoetiken des Genrekinos zu, das auch im westeuropäischen Nachkriegskino die dominante Größe bildete.
Ist es in der ersten Förderphase gelungen, filmpoetische Entwürfe, die dem Paradigma der ‚neuen Realismen‘ nach dem Zweiten Weltkrieg zuzuordnen sind, entlang dem Modell eines spezifischen kinematografischen Wahrnehmungspotentials als „Politik des Ästhetischen“ (Jacques Rancière) zu analysieren und zu beschreiben, wird nun angestrebt, das populäre Genrekino gegenüber diesem Modell zu positionieren. Ausgehend vom filmwissenschaftlichen Begriff wird das Genrekino als ein spezifisches System der Unterhaltungskultur zu untersuchen sein, das ein Zusammenspiel unterschiedlicher Affektpoetiken organisiert.
In theoretischer Hinsicht ist zu klären, ob und in welchem Sinne sich diese Poetiken als ästhetische Erfahrungsmodalitäten begreifen lassen und wie sich diese Modalitäten zu dem in der ersten Förderperiode pertinenten Konzept der „Politik des Ästhetischen“ verhalten. Im Anschluss an den Begriff des „Gemeinsinn“ (Hannah Arendt) soll untersucht werden, wie sich die vorderhand wirkungsästhetischen Erfahrungsmodalitäten des Genres zur Reflexivität von Urteilsprozessen verhalten (Unterprojekt 1). In historischer Hinsicht umfasst das Teilprojekt zum einen eine Untersuchung zum westdeutschen Genrekino zwischen 1951 und 1962 (Unterprojekt 2) und zum anderen eine Studie zu den sogenannten B-Genres im britischen und italienischen Kino der 1950er und 1960er Jahre (Unterprojekt 3). Diese Konstellation der Gegenstandsfelder antwortet auf ein grundlegendes Desiderat, das durch die Forschungsergebnisse der ersten Förderperiode deutlich wurde. Waren dort die wahrnehmungstheoretisch begründeten Poetiken des unmittelbaren Nachkriegskinos (1945 bis 1952) und des späteren europäischen Autorenkinos (ab 1962) Gegenstand, wird hier nun historisch wie poetologisch die bisher ausgesparte Kehrseite des westeuropäischen Kinos in den Blick genommen.
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen Sarah-Mai Dang, M.A. / Dr. Bernhard Groß / Dr. Daniel Illger / Michael Lück, M.A. / Moritz Schumm, M.A.
Studentische MitarbeiterInnen Christian Lippe, Jasper Stratil
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Phase 1 (2007-2010)
Unterprojekt 1 Das französische Autorenkino nach 1968 und die Frage der Gemeinschaft in der zeitgenössischen französischen Philosophie
Unterprojekt 2 Das deutsche Autorenkino und die „Politik der Form“. Das Erkenntnispotential ästhetischer Erfahrung und der Erfahrungshorizont des Individuums Unterprojekt 3 Die ästhetische Disposition des westeuropäischen Kinos nach dem Zweiten Weltkrieg
Am Anfang des westeuropäischen Kinos (1945-1990) steht die Erwartung, dass im Medium Film ein ästhetischer Erfahrungsmodus greifbar ist, der unter der Voraussetzung gesellschaftlicher Desintegration eine neue politische Kultur ermöglicht; am Ende, im wieder geeinten Europa, stehen Filme im Zeichen einer "Politik des Ästhetischen", in denen sich eben diese Erwartung an das Kino erneut artikuliert. Das Projekt geht der Frage nach, welches Verständnis ästhetischer Erfahrung des Films sich im Diskurs des westeuropäischen Kinos herausgebildet hat und in welchem Sinne diese Erfahrung als politische begriffen wurde. Das Teilprojekt untersucht die historischen Ausprägungen unterschiedlicher Konzepte eines ästhetischen Erfahrungsmodus des Kinos. Die Frage nach der „Politik des Ästhetischen“ fungiert dabei als heuristische Perspektivierung des Untersuchungsgegenstands. Sie setzt voraus, dass die Poetiken einzelner Filme und Genres als historisch spezifische Reflexion der Erfahrungsform kinematografischer Bilder auf den Begriff zu bringen und an ihrem Bezug zum Politischen zu unterscheiden sind. Aus dieser Warte bietet sich das „westeuropäische Nachkriegskino“ als exemplarisches historisches Gegenstandsfeld an. Dieses Feld lässt sich einerseits durch den Bruch mit den avantgardistischen Konzepten ästhetischer Erfahrung des europäischen Vorkriegskinos, andererseits durch die Auseinandersetzung mit neuen medialen Praktiken gesellschaftlicher Integration bestimmen, in denen die Relationen zwischen ästhetischer und politischer Erfahrungswelt in den Mittelpunkt rücken: die Auseinandersetzung mit der Unterhaltungskultur US-amerikanischer Prägung.
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen Ilka Brombach, M.A. / Dr. Bernhard Groß / Matthias Grotkopp, M.A. / Dr. Daniel Illger / Dr. Anja Streiter
Studentische MitarbeiterInnen Christian Lippe
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The Politics of Aesthetics in Western European Cinema
Prevalent around 1945, that is to say, in the early period of postwar Western European cinema was the expectation that the film medium would be in a position to generate a specifically aesthetic mode of experience, one that would make a new political culture possible in the wake of the disintegration of European society. After 1990, this expectation was rearticulated in terms of a "Politics of Aesthetics". This project analyzes the concepts of aesthetic experience specific to film which developed in the discourse of Western European cinema, and how this experience has been understood as political.
Research Associates Ilka Brombach, M.A. / Dr. Bernhard Groß / Matthias Grotkopp, M.A. / Dr. Daniel Illger / Dr. Anja Streiter
Student Assistant Christian Lippe
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Multimodale Metaphorik und Ausdrucksbewegung |
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Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ an der Freien Universität Berlin
Das Projekt zielt auf die Entwicklung einer interdisziplinären Theorie metaphorisch strukturierter Ausdrucksbewegungen und auf die Erarbeitung einer interdisziplinären Methodologie. Es verbindet den linguistischen Ansatz empirischer Rekonstruktion dynamischer Aufmerksamkeits- und Affektorientierung in der Alltagskommunikation am Paradigma multimodaler Metaphorik mit dem filmanalytischen Modell der Analyse von Ausdrucksbewegungen und Empfindungsbildern.
Unsere Hypothese ist, dass multimodal realisierte Metaphern (Sprechen und Körperbewegung) in der Alltagskommunikation mit einer dynamischen Vergegenwärtigung und Konstruktion kognitiver und affektiver Erfahrung einhergehen, die sich als je spezifische Formen von Ausdrucksbewegungen beschreiben lassen. Bezogen auf die mediale Inszenierung von Metaphern (Raum,- Bildinszenierung und Soundkomposition) gehen wir davon aus, dass diese eine spezifische Form filmischer Ausdrucksbewegung organisieren, der eine zentrale Funktion in der dynamisch strukturierten Affektorientierung der Rezipienten zukommt.
Das Projekt untersucht deshalb die Korrespondenzen zwischen Erscheinungsformen und Funktionsweisen dieses Typus metaphorisch organisierter Ausdrucksbewegung in alltagsweltlicher Face-to-Face-Kommunikation und in unterschiedlichen Formaten audiovisueller Medien (Nachrichten und Sportberichterstattung, TV-Serien, deutsche Spielfilme, klassische Hollywood Kino (Hitchcock, Film noir)). Die Bestimmung der Formen multimodaler Metaphorik sowie die Analyse ihres Vorkommens in den verschieden Formaten bilden den Kontext für die Entwicklung einer Methodologie und die empirische Grundlage für die Formulierung einer Theorie multimodaler Metaphorik als Ausdrucksbewegung.
ProjektleiterInnen: Prof. Dr. Hermann Kappelhoff / Prof. Dr. Cornelia Müller MitarbeiterInnen: Sarah Greifenstein, M.A. / Stefan Rook, M.A. / Christina Schmitt, M.A. / Susanne Tag, M.A. Studentische Hilfskraft: Thomas Scherer / Dorothea Böhme
[weitere Informationen zum Exzellenzcluster „Languages of Emotion"] Mulitmodal Metaphors and Expressional Movement
The project aims at developing an interdisciplinary theory of expressional movements as well as a methodology that allows for their reconstruction. It brings together a linguistic take on reconstructing the dynamics of attention and affect through the use of multimodal metaphors in talk (Müller) with a film-analytic model of expressional movements and 'sensory pictures' (Empfindungsbilder) (Kappelhoff).
As far as multimodally expressed metaphors (speech and gesture) in spoken discourse are concerned, we propose that they imply a dynamic activation and construction of cognitive and affective experience and that they constitute specific forms of mundane expressive movements. Regarding the orchestration of multimodal metaphors in film (orchestration of space, image, sound), we assume that they organize a specific form of cinematographic expressional movement, which play a core role in the recipients' dynamically structured orientation of affect.
The project carries out a comparative empirical study of metaphorically organized expressional movements in face-to-face communication, in news and sport reports, in German TV series, in contemporary German Cinema and in Classical Hollywood Cinema (Hitchcock, Film noir). The analysis of forms of multimodal metaphoric orchestration of expressional movements, as well as their distribution over the different types of audiovisually recorded data, serve as point of anchorage for both: the development of a methodology and a theory of expressional movements – a theory which transcends the concept of affect as a symptomatic expression of inner states.
Project Managers: Prof. Dr. Hermann Kappelhoff / Prof. Dr. Cornelia Müller Research Assistants: Sarah Greifenstein, M.A. / Stefan Rook, M.A. / Christina Schmitt, M.A. / Susanne Tag, M.A. Student Assistant: Thomas Scherer, Dorothea Böhme [further information on the cluster of excellence „Languages of Emotion"]
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Affektmobilisierung und mediale Kriegsinszenierung |
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Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ an der Freien Universität Berlin
Das Projekt untersucht die Affektpoetik des Hollywood-Kriegsfilms. Es entwickelt in diesem Zusammenhang eine standardisierte Methode zur Untersuchung des Verhältnisses von audiovisuellen Darstellungsformen und medial organisierten Emotionen.
Am Beispiel des Hollywood-Kriegsfilms lassen sich die Strategien emotionaler Mobilisierung durch die Inszenierung audiovisueller Bilder exemplarisch analysieren und darstellen. Es wird davon ausgegangen, dass die zeitlich organisierte Wahrnehmungs- und Empfindungsbewegung des Zuschauers durch audiovisuelle Ausdrucksbewegungseinheiten strukturiert ist. Besondere Aufmerksamkeit gilt hier der Weiterentwicklung standardisierter filmanalytischer Methoden, mit denen diese Inszenierungsstrategien in überprüfbarer Weise beschreibbar werden. In einem ersten Schritt erfasst das Projekt Standardszenen einer affektorientierten Dramaturgie des Kriegsfilmgenres (Pathosszenen des Genres). Auf Basis dieser kategorialen Ordnung werden die Standardszenen der jeweiligen Kriegsfilme in ihrem immanenten Aufbau und in ihrer dramaturgischen Anordnung beschrieben sowie mit Blick auf eine Affektpoetik des Kriegsfilmgenres untersucht. Diese Form qualitativer Medienanalyse erfolgt innerhalb einer IT-Infrastruktur, die im Rahmen dieses Projekts speziell entwickelt wird. In seiner wirkungsästhetischen Fragestellung erarbeitet das Projekt grundlegende methodische Modelle und Instrumente für eine empirisch orientierte, interdisziplinäre Erforschung der medialen Emotionsvermittlung. Es stellt somit angrenzenden Wissenschaftsbereichen eine operationalisierbare Analysemethode audiovisuell organisierter Emotionen zur Verfügung. Projektmitarbeiter: Hye-Jeung Chung, M.A. / Sarah Greifenstein, M.A. / Matthias Grotkopp, M.A. / Michael Lück, M.A. / Dr. des. Christian Pischel / Cilli Pogodda / Dr. des. Franziska Seewald / Anna Steininger, Diplom-Medienkünstlerin
[weitere Informationen zum Exzellenzcluster „Languages of Emotion"]
The Mobilization of Emotions in War Films This project explores the composition of emotions in Hollywood war films. We seek to develop a standard method to analyse the relations between cinematic audiovisual forms and the patterns in which emotions are evoked through the media.
The Hollywood war film serves as a prime example for the strategic use of audiovisual means to mobilize emotions, which in turn can be systematically described and analysed. The viewer's perceptive and affective experience may be sorted out into audiovisual units of expressive movement. The development of a standard method of analysis is central to the project, allowing a verifiable reconstruction and description of aesthetic strategies.
In the first stage we distinguished standard scenes of affect-oriented dramaturgy in Hollywood war films (pathos scenes of the genre). Based on this categorization the standard scenes in each examined film are extracted and their immanent structure and dramatic arrangement are described as well as the primary patterns of affective experience formed by their aesthetic arrangement. This qualitative medial research is carried out in an advanced IT-infrastructure specifically developed for and by this project.
By systematically investigating the affective dimension of film perception, this project develops essential methodological models and tools for empirical interdisciplinary studies of emotional mobilization via media content. Therefore it provides related fields of research with a useful approach for analysing audio visually organized emotions.
Researchers: Hye-Jeung Chung, M.A. / Sarah Greifenstein, M.A. / Matthias Grotkopp, M.A. / Michael Lück, M.A. / Dr. des. Christian Pischel / Cilli Pogodda / Dr. des. Franziska Seewald / Anna Steininger, Diplom-Medienkünstlerin
[further information on the cluster of excellence „Languages of Emotion"] |
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Inszenierungen des Bildes vom Krieg als Medialität des Gemeinschaftserlebens |
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Das Projekt untersucht aus historischer Perspektive die ästhetischen Strategien der Emotionalisierung am Beispiel des Hollywood-Kriegsfilms und dessen Wechselverhältnis mit Kriegsberichterstattung und -propaganda in anderen audiovisuellen Medien.
Die zentrale Frage lautet: welche Rolle spielen die Inszenierungsweisen und ästhetischen Darstellungsmodi des Genrekinos für die Informationsmedien, resp. welche Funktion kommt der Wechselbeziehung von Kriegsfilmen und Kriegsberichterstattung in audiovisuellen Medien zu?
Unsere Hypothese ist, dass die ästhetischen Darstellungsmodi des Kriegsfilmgenres in allen Bereichen der audiovisuellen Kriegsdarstellung mit Blick auf die Organisation eines Gemeinschaftsempfindens (Sense of Community) wirksam sind.
Ziel des Projektes ist es, mittels filmanalytisch fundierter Vergleichsstudien zu überprüfen, ob die Wechselbeziehungen dokumentarischer und fiktionaler Kriegsdarstellung in audiovisuellen Medien eine kohärente Bilderzirkulation konstituieren. Auch soll geprüft werden inwieweit sich dieser Inszenierungsprozess als eine durch die medialen Vermittlungsformen konstitutiv geprägte Affektökonomie, d.h. als Medialität des Gemeinschaftserlebens qualifizieren lässt und inwiefern sich dieses mediengeschichtlich und -theoretisch als Organisation von Gemeinschaftsbindungen beschreiben lässt.
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen David Gaertner, M.A. / Tobias Haupts, M.A. / Cilli Pogodda, M.A. / Eileen Rositzka, M.A.
Studentische MitarbeiterInnen Hanno Berger, Sinan Ertugrul, Danny Gronmaier, Dorothea Linneweber |
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Dynamik der Affizierung |
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Untersuchung zur Dynamik der Affizierung des Zuschauers durch Film
In welchem Zusammenhang stehen die zeitliche Komposition audiovisueller Bilder und die zeitliche Dynamik des Zuschauergefühls? Welche Rolle spielen Handlungskonstellationen, welche filmische Ästhetik – und wie verhalten sich beide zueinander?
Das Projekt verfolgt das Ziel, eine grundlegende filmtheoretische Frage zur emotionalen Wirkung der Rezeption von Genrefilmen einer neuropsychologischen Untersuchung zugänglich zu machen. Wie verhält sich die ästhetische Ausdrucksqualität audiovisueller Bilder zur Narrativität filmischer Fiktion mit Blick auf die Emotionalisierung von Zuschauern?
Damit sollen zum einen grundlegende medienwissenschaftliche Konzepte der Zuschauerrezeption (kognitionstheoretisches und neophänomenologisches Modell filmischer Rezeption) in ihrem Erkenntniswert taxiert bzw. spezifiziert werden. Zum anderen sollen empirisch gestützte Prämissen und Hypothesen beider Ansätze in einen integrativen Ansatz überführt werden. Schließlich sollen die methodischen und theoretischen Grundlagen geschaffen werden, die neuropsychologische Forschung zur Verarbeitung audiovisueller Information auf komplexe Strukturen der Inszenierung audiovisueller Bilder auszudehnen. Dazu wird eine deskriptive Methode zur filmanalytischen Untersuchung filmischer Expressivität in einer Reihe von Studien mit verschiedenen physiologischen Messverfahren (SCR, Herzfrequenz, Atemfrequenz) und funktioneller Kernspintomographie kombiniert.
Projektleiter: Prof. Dr. Hermann Kappelhoff / Prof. Dr. Lars Kuchinke
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Jan-Hendrik Bakels, M.A. / Corinna Pehrs, Dipl.-Psych. / Lorna Schlochtermeier, Dipl. Psych.
Studentische Mitarberterinnen: Katharina Kausch / Maria Tsaoussoglou
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Investigations on the dynamics of affective viewer responses to film
What is the relationship of the temporal composition of audiovisual pictures and the temporal dynamics of the viewers’ feelings? Which roles in this are played by plot constellations and cinematic aesthetics - and how do they interact?
The main aim of the project is to address the fundamental film-theoretical question concerning the emotional impact of the reception of genre films and to make this question accessible to a neuropsychological investigation. How does the aesthetic expressive quality of audiovisual pictures relate to the narrativity of cinematic fiction regarding the viewers’ emotional response?
With this on the one hand fundamental media scientific concepts of viewer reception (cognitivist and neo-phenomenological model of film reception) will be assessed and specified in their epistemic value. On the other hand empirically founded premises and hypotheses of both approaches will be transferred to one integrative approach. Finally the methodological and theoretical audiovisual basis will be created to extend neuropsychological research on the processing of audiovisual information toward complex compository structures of audiovisual pictures. For this a descriptive method for the film-analytical investigation of cinematic expressivity will be combined with several physiological measures (SCR, heart rate, respiratory rate) and functional magnetic resonance tomography.
Research Associates: Jan-Hendrik Bakels, M.A. / Corinna Pehrs, Dipl.-Psych. / Lorna Schlochtermeier, Dipl. Psych.
Student Assistants: Katharina Kausch / Maria Tsaoussoglou
[further information on the cluster of excellence „Languages of Emotion"] |
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Die Verarbeitung affektiver Information im Medienvergleich |
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Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ an der Freien Universität Berlin
Lösen unterschiedliche Modalitäten der Medienrezeption eine vergleichbare affektive Verarbeitung aus? Lässt sich eine Abhängigkeit der zeitlichen Dynamik dieser Effekte für die verschiedenen Stimulusmodalitäten nachweisen? Sind an der affektiven Verarbeitung der verschiedenen Modalitäten dieselben Hirnregionen beteiligt?
In drei parallelen Unterprojekten gehen Neurowissenschaftler der Frage nach, ob sich Unterschiede in der Verarbeitung affektiver Information in Abhängigkeit von der Modalität des Stimulusmaterials nachweisen lassen. Ein Teilprojekt befasst sich mit dem basalen Vergleich der räumlichen (fMRT) und zeitlichen (EEG) neurokognitiven Korrelate der Verarbeitung affektiver und nicht-affektiver verbaler und bildhafter Darstellungen konkreter Objekte. In einem weiteren Teilprojekt wird diese Modalitätsfrage auf der Ebene von Narrativen untersucht. Dazu wird die neuronale Verarbeitung von Bilder- und Hörgeschichten in Studien mit Erwachsen und mit Kindern im Alter von 4 bis 8 Jahren untersucht. Die Untersuchung erfolgt dabei mittels funktioneller Nah-Infrarotspektroskopie (fNIRS).
In einem dritten, interdisziplinär angelegten Teilprojekt bearbeiten Filmwissenschaftler und Neurowissenschaftler gemeinsam die Frage der Modulation der affektiven Reaktionen auf Filmszenen durch Musik. Hierzu soll eine fMRT Studie messen, inwiefern das Unterlegen mit trauriger bzw. fröhlicher Musik die neuronale Aktivität des Zuschauers beim Betrachten eines ausgewählten Sets von Filmszenen messen. Mit Hilfe von eMAEX konnte ein Set von Film-Clips erstellt werden, dass die Anforderungen an eine experimentelle Untersuchung aus neurowissenschaftlicher Perspektive erfüllt (homogene affektive Valenz, hoher Standardisierungsgrad der Inszenierung, große Anzahl vergleichbarer Szenen). Während eMAEX in diesem Projekt zum einen der Sicherung methodischer Standards experimenteller Forschung dient, lassen sich auf demselben Weg umgekehrt zentrale Fragen der Filmwissenschaft empirisch fassen. So soll in folgenden Untersuchungen unter anderem das Verhältnis der ästhetischen Ausdrucksqualität audiovisueller Bilder zur Narrativität filmischer Fiktion mit Blick auf die Emotionalisierung von Zuschauern experimentell untersucht werden.
Projektleiter: Prof. Dr. Hermann Kappelhoff / Prof. Dr. Lars Kuchinke
MitarbeiterInnen: Jan-Hendrik Bakels, M.A. / Corinna Pehrs, M.A. / Lorna Schlochtermeier, M.A.
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e-Learning-Projekt Bildräume: |
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Zur methodischen Analyse kinematografischer Darstellungsformen
Das E-Learning-Projekt „Bildräume“ entwickelt Darstellungs- und Vermittlungsformen für eine systematische Filmanalyse, die sich an den aktuellen bildtheoretischen und ästhetischen Diskussionen orientiert. Im Zentrum der Analyse stehen die audiovisuellen Strukturen des Filmbilds. Besondere Berücksichtigung finden dabei jene Aspekte der Bildlichkeit des Mediums, die von den herkömmlichen Modellen der Filmanalyse kaum berücksichtigt werden: die affektiven, perzeptiven und kognitiven Wirkungszusammenhänge audiovisueller Bilder, die den narrativen oder informativen Darstellungen vorhergehen. Die Vernetzung von Filmanalyse mit sowohl unterschiedlichen filmtheoretischen Ansätzen als auch filmhistorischen Entwicklungen ist ein zentrales Anliegen des Projekts. Neben der Eigengesetzlichkeit und spezifischen Erfahrungsform des audiovisuellen Bildes ist die historische Dimension der Ausdifferenzierung audiovisueller Bildformen als einer Mediengeschichte der Wahrnehmung herauszuarbeiten. Die entstandenen Lehreinheiten und in Entstehung befindlichen methodischen Instrumente sind mit Blick auf zukünftige Basismodule Filmgeschichte und Filmanalyse des Bachelorstudiengangs "Filmwissenschaft" entwickelt worden.
Mitarbeiter
Hermann Kappelhoff Konzept, Texte, Wissenschaftliche Leitung, Drehbuch
Christian Pischel / David Gaertner Drehbuchredaktion
Hermann Kappelhoff / Anna Steininger Audiovisuelle Konzeption
Anna Steininger Audiovisuelle Gestaltung, Produktion
Christian Pischel / Regina Brückner Kurs-Mentoring E-Learning-Plattform
Das E-Learning-Projekt "Bildräume: Zur methodischen Analyse kinematografischer Darstellungsformen" wurde vom CeDiS - Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin gefördert.
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Mitarbeit in der Graduate School of North American Studies |
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Das Doktorandenprogramm des John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien (JFKI) zielt darauf ab, Studierende nach höchsten internationalen Standards methodologisch und theoretisch auszubildenund die eigenständige und unabhängige Forschungsarbeit der Doktoranden zu unterstützen und zu fördern. Zentraler Bestandteil des Studienprogramms ist die individuelle Betreuung der Dissertation durch ein Mentorenteam und die Bereitstellung von Forschungsmöglichkeiten an amerikanischen und kanadischen Forschungsinstituten, Archiven und Bibliotheken. Der interdisziplinär ausgerichtete Lehrplan basiert auf einem innovativen Forschungsprogramm, das der wachsenden Notwendigkeit, sich jenseits disziplinärer Grenzen zu bewegen, Rechnung trägt. Das Studienprogramm der Graduiertenschule ist auf drei Jahre angelegt. [weitere Informationen zum Projekt]
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